Montmatre Feeling

Das Leben eines Künstlers ist selten ruhig. So erlebte ich auch Zeiten, wie am Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts.


Damals, im Künstlerviertel auf dem Montmartre und später auf dem Montparnasse, lebten in Kolonien viele Kunstschaffende aus verschiedenen Ländern. Paris rief sie alle und sie kamen. Nicht jeder von ihnen schaffte es in die historischen Annalen. Viele von ihnen lebten und arbeiteten in absoluter Armut.

Als ich in meinem Atelier im Rohbau einer Wohnung, ohne Heizung, mit minimalen hygienischen Möglichkeiten arbeitete, erfüllte mich Mitgefühl und Respekt für die Situation dieser Künstler. Ich malte im Winter dick angezogen, Hände in Handschuhen, einzige Wärmequelle der Rotwein.
Und doch, Impulse und Emotionen bahnten sich unbeirrt ihren Weg auf die Leinwand.