Portrait: Jana Versümer

Freigeist und Künstlerin

Aufgewachsen im slowakischen Zilina ließen mir meine Eltern, die Schauspielerin Bozena Lencova und der SchriftstellerJan Lenco früh den notwendigen Freiraum für die Kunst.

Bereits als Kind besuchte ich fast täglich die Kunstschule ZUŠ (Základná umelecká škola). Meine Lehrer waren Mojmír Vlkoláček, Vojtech Haviar und Juraj Šutovský. Bei Mojmír Vlkoláček war ich Privatschülerin bis zu meiner Ausreise nach Deutschland 1983. Er sah und förderte in mir das, was ich selbst nicht erkannte.

Überschreiten der Schwellen

Seit der Kindheit überschreite ich die Schwelle der erlebbaren Realitäten und benutze meine schöpferischen Fähigkeiten, um die inneren Welten sichtbar zu machen.

Schon sehr früh fühlte ich eine tiefe Verbindung zu der Erde, den Sternen und den alten Völkern dieser Welt. Ihr Wissen über die kosmischen Zyklen faszinierte mich. Ihre Bemühung, die universellen kosmischen Werte der Schöpfung zu bewahren, klang in meinem Herzen wie ein Echo aus einer uralten Zeit. Auch heute noch schwingt meine Seele mit dem Wind der unendlichen Steppe und mit den Gesängen der ägyptischen Tempel.

Es ist der authentische Mensch, der mich interessiert, mit allen seinen Prozessen des inneren Wachstums, der Mensch mit seinen latenten Anlagen, seinen unbeschreiblichen Möglichkeiten, der Mensch zwischen Himmel und Erde.

Die Erinnerung an das, was man ist, führt mich durch die Wunder des Lebens und Erlebens. Die eigene authentische Individualität, die man erfährt, wenn man begriffen hat, dass alles eins ist. Was dabei entsteht, sind Impulse auf dem inneren Weg des Werdens.

Mein Lebensweg – mein Weg zur Kunst

Als Malerin und Tänzerin verband ich in meinem Beruf schon immer alle künstlerischen Ausdrucksformen, die sich mir boten. Meine Liebe zum Tanz und zur Gesundheit mündete in der Tätigkeit als Tanz- und Bewegungstherapeutin, die zur Malerei in der Tätigkeit als Dozentin und Kooperationspartnerin.

Die Veröffentlichung von Lyrik und Theaterstücken sowie die Arbeit als Regisseurin und Schauspielerin wurden mir in der Slowakei schon in jungen Jahren ermöglicht. In Deutschland konnte ich diese Tätigkeiten fortsetzen. Mit bekannten Kunsthäusern wie dem Folkwang Seminarhaus in Essen oder dem Völkerkundemuseum in Hamburg (seit 2018 MARKK) verbanden mich langjährige Kooperationen zum Thema Afrikanische Kunst. Als freie Mitarbeiterin arbeitete ich für die Rundfunkanstalten Deutschlandfunk und Deutsche Welle in Köln. Meine Leidenschaft für das Publizieren führte mich in die Redaktion des Lifestyle-Magazins „Feine Adressen“.

Die Kunstschule ZUŠ

Die Kunstschule ZUS ist eine öffentliche Kunstschule im slowakischen Žilina. Enstanden aus der 1927 gegründeten Kommunale Musikschule on Ladislav Árvay, wurde sie 1961 mit der Abteilung für Bildende Kunst erweitert und erhielt den Namen Volksschule für Kunst (ĽŠU), ab 1990 Grundschule für Kunst (ZUŠ). Die Schule lehrt nach Tradition der slowakischen Kunstschulen: Sie verbindet praktisches Handwerk mit der passenden Theorie.

Bis 1983

Aufgewachsen in Zilina (Slowakei SK, ehem. CSSR) ging ich dort zur Schule und machte mein Abitur. Geprägt von meinen künstlerischen Eltern, besuchte ich bereits mit vier Jahren fast täglich die Kunstschule in Zilina. Und das bis zu meinem zwanzigsten Lebensjahr. Die Kunstschule hat mich geprägt, hier erlernte ich nicht nur alle Techniken, sondern auch kunstgeschichtliche Hintergründe. Es war keine Hobby-Freizeit sondern eine Schulform, die eher an ein deutsches Studium erinnert. Nach dem Abitur arbeitete ich im Medien- und Kunstbereich der ehemaligen CSSR.

1983 – Deutschland

In diesem Jahr kam meine private Wende: Ich zog nach Deutschland.

1986 – 2000 Publizistin und Moderatorin

In Deutschland wurde ich relativ schnell Freie Mitarbeiterin für die Rundfunkanstalten Deutschlandfunk und Deutsche Welle. Ich verdiente mein Geld mit publizistischer Arbeit, Printmedien, Übersetzungen (Deutsch- Slowakisch- Deutsch) und Moderation.

Seit 1988 bildende und darstellende Künstlerin

Ausstellungen und Multimedia Events in ganz Deutschland – In den Bereichen der bildenden und darstellenden Kunst. Mitglied in der Multi-Media Künstlergruppe MUTATION bis 1995.

1986 bis 2003 – Afrikanische Kunst

Kooperationen zum Thema Afrikanische Kunst im Team Karl- Heinz Krieg. Unter anderem mit dem Folkwang Seminarhaus Essen, dem Völkerkundemuseum in Hamburg (heute MARKK) und Joest Museum in Köln.

2002 – Große Elbeflut

Bei der Elbeflut im August 2002 verlor ich einen großen Teil meiner Bilder und Druckplatten.

Seit 2005 – Freie Künstlerin

Mit dem Ende der Kooperationen zum Thema Afrikanische Kunst widmete ich mich verstärkt der Kunst. Die freie Mitarbeit für das KAH (Kunst- und Ausstellungshalle) in Bonn und die redaktionellen Tätigkeit für Lifestyle Magazin Feine Adressen ermöglichten mir den finanziellen Background.

2010 – Umzug nach Sachsen

In Sachsen war ich Dozentin in Bereichen Kunst, Malerei, Grafik, Tanz und Theater. Das 2008 begonne Studium in Gesundheitspädagogik (BTB) und der TCM Traditionellen Chinesischen Medizin (DTA Leipzig). Ich eröffnete meine Praxis für Gesundheit und Prävention: www.chinesische-medizin-grimma.de. Seit dem bin ich Therapeutin für TCM & TTM, Lehrerin für Qigong und tibetischen & ägyptischen Yoga.

2018 / 2020 – Praxis und Schulen für chinesische Medizin

2018 – Gründung der Freien Schule für Qigong & Yoga Grimma www.drachenfluss-qigongschule.de Mit der Akademie für Gesundheit und Prävention www.akademie-gesundheit-praevention.de erfolge der zweite Schritt in die Lehrtätigkeit mit eigenen Bildungseinrichtung.

2025 – Neustart in die Kunst

Die künstlerische Tätigkeit hatte in den Jahren nach 2018 einen etwas geringeren Stellwert, begleitete mich jedoch stets. 2025 begann ich wieder intensiv künstlerisch zu arbeiten.